Wer hat den Hut auf?

 

Wer übernimmt die Verantwortung?


Unserer Erfahrung nach ist eine Projektleitung möglichst von Beginn an unerlässlich. Diese Aufgabe können Sie selbst übernehmen, ebenso aber auch jemand anderen damit beauftragen. Wichtig ist, dass eine Person die Gesamtverantwortung übernimmt und bei ihr die "Fäden zusammenlaufen". Die Projektleitung sorgt dafür, dass die verschiedenen Interessensgruppen immer wieder an einen Tisch zusammenkommen, dass Termine ausgemacht, die Presse organisiert, die Öffentlichkeit informiert wird etc. Ein Zeitplan ist dabei von großer Hilfe. Je nach Setting und „Auftraggeber“ arbeitet diese Projektleitung entweder haupt- oder ehrenamtlich. In jedem Fall sollte ihr Wert als Ansprechpartner, Koordinator und "Mitdenker" erkannt werden.

Und was macht die Angehörigengruppe?


Bereits in der Planungsphase werden sich Interessierte für die WG-Zimmer finden. Wir empfehlen, dass sich Interessierte etwa 4 bis 6 Monate vor dem geplanten Umzug das erste Mal treffen und dann am besten im regelmäßigen Abstand alle paar Wochen. Es bietet sich an, dass an diesen ersten Treffen auch bereits "WG-Erfahrene" anderer Gruppen teilnehmen, um von deren Erfahrungen lernen zu können. Auch empfehlen wir die Wahl eines Angehörigensprechers, der die Treffen plant, leitet und als Ansprechperson nach „außen“ fungiert. Diese Rolle wird nicht nur während der Gründung, sondern auch später im Alltag der Wohngemeinschaft benötigt.
Ebenso ist es möglich, dass die Angehörigen selbst die in den weiterführenden Informationen beschriebenen Aufgaben der sogenannten WG-Koordinatoren übernehmen. Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, welche unterschiedlichen Fähigkeiten in Gruppen dieser Art zusammenkommen und sich gegenseitig stärken.


 

Geteilte Verantwortung - das Verantwortungsdreieck

Das Element der Selbstverwaltung besteht darin, dass es keinen offiziellen Einrichtungsträger gibt, sondern vielmehr ein "Verantwortungsdreieck" zwischen Angehörigen, Pflege- und Betreuungsdienst(en) und selbstverständlich auch dem Vermieter besteht.

Dabei ist gerade die aktive Einbindung der Angehörigen ein entscheidender Punkt. Sie legen gemeinsam die konzeptuelle Ausrichtung der WG fest, entscheiden mit dem Vermieter, wer neu in die WG einzieht, wie die Hauswirtschaft organisiert wird und, ganz wichtig, wer Pflege- und Betreuungsleistungen bereitstellen darf und wie diese strukturiert werden sollen.

 
 

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