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Die Idee einer Demenz Wohngemeinschaft

Was macht eine Demenz WG aus?


In einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz leben die Bewohner gemeinsam und werden durch ambulante Dienste gepflegt und betreut. Ausgestattet sind die Wohnungen mit liebgewonnen Möbeln der Mieter. Ziel ist es letztlich, Menschen mit Demenz ein Leben in einer familienähnlichen Atmosphäre zu ermöglichen und zugleich notwendige Pflege und Betreuung sicherzustellen.

 

Hier können Sie Ihren Angehörigen gut versorgt wissen.


Menschen mit Demenz leben in diesen WGs in einem privaten Umfeld und werden individuell angepasst versorgt. Durch die Gemeinschaft erfahren sie zudem Anregungen und erleben Zugehörigkeitsgefühle. Das zusammen trägt zu hoher Lebensqualität bei – auch für Sie als An- und Zugehörige, weil Sie Ihre Lieben gut versorgt wissen.


Die Nachfrage nach Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz steigt!


Sie haben einen Angehörigen oder Bekannten mit einer Demenz und wollen ihn bestmöglich versorgt wissen? Vielleicht haben Sie sich bereits erkundigt, welche WGs es in Ihrer Nähe gibt, jedoch keine mit freien Kapazitäten gefunden? Und nun überlegen Sie, selbst eine solche Wohngemeinschaft zu gründen?

Wir wollen Sie an dieser Stelle ausdrücklich ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Denn gemeinschaftliches Wohnen für Menschen mit Demenz wird immer stärker nachgefragt. Und Sie werden sehen: Die Gründung ist gar nicht so schwer.


 

Was versteht man unter einer selbstverwalteten WG?

Es gibt auch in Hessen bereits Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz.

Davon sind viele so organisiert, dass ein Träger, beispielsweise ein Wohlfahrtsverband oder auch ein privater Pflegedienst, seine eigenen Dienstleistungen in der WG erbringt. Er leitet somit die Wohngemeinschaft, entscheidet über Alltagsgeschehen, Neueinzüge, Pflegeorganisation etc. Wohngemeinschaften dieser Art sind im Grunde „Mini-Heime“.

Anders in selbstverwalteten Demenz-WGs:
Hier gibt es keinen offiziellen Einrichtungsträger und die aktive Einbindung weiterer Bezugspersonen wie Angehörige oder Betreuer ist wichtiger Baustein der Organisationsform: Gemeinsam werden die konzeptuelle Ausrichtung der WG festgelegt, entschieden, wer neu einzieht und wie Hauswirtschaft, Pflege und Betreuung organisiert werden.


 

Vertiefende Informationen

 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Was Sie bisher über Demenz Wohngemeinschaften gehört haben, klingt interessant?

Und Sie überlegen, ob Sie solch eine WG auch in Ihrem Umfeld gründen können? Ja, wir wollen Sie ausdrücklich dazu ermutigen und Ihnen alle Information geben, die Sie dafür benötigen. Hier stehen Sie nach Lesen dieses Kapitels:

  • 17%

Erfahren Sie im nächsten Kapitel, welche Mitstreiter Sie für Ihr Projekt haben sollten.

 
 

Ein wichtiger Schritt: Suchen Sie sich Mitstreiter!

 

Stärker im Team


In einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz treffen täglich unterschiedliche Menschen aufeinander. Es gilt, den Mietern Betreuung anzubieten, sie zu pflegen, für sie zu kochen, mit ihnen den Alltag zu gestalten.

Und auch bei der Gründung einer solchen WG ist das Zusammenarbeiten möglichst vieler unterschiedlicher Menschen von Vorteil. Gemeinsam entstehen häufig die besten Ideen und im Team kann jeder seine Erfahrungen, seine Möglichkeiten, Kontakte und Begabungen einbringen.

Werfen Sie Ihre Netze aus!


Sie haben also die Idee und wollen andere begeistern? Ein guter Ansatzpunkt sind Ihre Bekannten, Ihre Verwandten oder Nachbarn. Menschen, die Sie von Ihrer Arbeitsstelle, aus Sportvereinen oder Kirchengemeinden kennen. Häufig sind gerade letztgenannte Orte Treffpunkte für Menschen, die sich gerne engagieren.

Vielleicht kennen Sie auch Personen, die bereits mit Menschen mit Demenz arbeiten, hauptamtlich oder im Ehrenamt? Und natürlich sind auch Ehepartner oder Kinder von Menschen mit Demenz in der Regel sehr an der Idee einer Wohngemeinschaft interessiert.


 

Fangen Sie mit einem ersten Termin an…


Platzieren Sie Aushänge, sprechen Sie lokale Zeitungen und Informationsblättchen an, vielleicht können Sie auch ein lokales Radio gewinnen? Es bietet sich an, bereits einen Termin für einen ersten Austausch festzulegen.

Hierzu reicht in einem ersten Schritt häufig schon ein größerer Tisch in einem Lokal; wenn Sie bereits konkretere Vorstellungen haben, können Sie das Treffen auch in einem "professionelleren" Rahmen stattfinden lassen. Vielleicht fragen Sie in Ihrer Kommune nach einem geeigneten Raum?


 

Mögliche Unterstützer

Seniorenbüros


Ein weiterer guter Ansprechpartner sind des Weiteren lokale Seniorenbüros, die sich entweder in kommunaler, verbandlicher oder freier Trägerschaft befinden und in Hessen an mehr als 30 Standorten vertreten sind.

BAS

Hess. Fachstelle für Wohnberatung


Die Hessische Fachstelle für Wohnberatung berät unter anderem zu Fragen rund um das Wohnen im Alter. Hierzu gehören auch barrierefreie Wohnformen.

Vorschau HFW Flyer

 

Vertiefende Informationen

 
Demenzatlas Hessen

Demenzatlas Hessen,
Land Hessen

Alzheimer Gesellschaft Hessen

Übersicht Alzheimer Gesellschaften in Hessen,
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

 
 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Mit dem richtigen Team ist es doch gar nicht so schwer...

Je besser Sie informiert sind, desto leichter wird Ihnen die WG-Gründung fallen.

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Fortschritt

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Lesen Sie weiter im nächsten Kapitel, was Sie in Sachen Verantwortlichkeiten wissen sollten.

 
 

Wer hat den Hut auf?

 

Wer übernimmt die Verantwortung?


Unserer Erfahrung nach ist eine Projektleitung möglichst von Beginn an unerlässlich. Diese Aufgabe können Sie selbst übernehmen, ebenso aber auch jemand anderen damit beauftragen. Wichtig ist, dass eine Person die Gesamtverantwortung übernimmt und bei ihr die "Fäden zusammenlaufen". Die Projektleitung sorgt dafür, dass die verschiedenen Interessensgruppen immer wieder an einen Tisch zusammenkommen, dass Termine ausgemacht, die Presse organisiert, die Öffentlichkeit informiert wird etc. Ein Zeitplan ist dabei von großer Hilfe. Je nach Setting und „Auftraggeber“ arbeitet diese Projektleitung entweder haupt- oder ehrenamtlich. In jedem Fall sollte ihr Wert als Ansprechpartner, Koordinator und "Mitdenker" erkannt werden.

Und was macht die Angehörigengruppe?


Bereits in der Planungsphase werden sich Interessierte für die WG-Zimmer finden. Wir empfehlen, dass sich Interessierte etwa 4 bis 6 Monate vor dem geplanten Umzug das erste Mal treffen und dann am besten im regelmäßigen Abstand alle paar Wochen. Es bietet sich an, dass an diesen ersten Treffen auch bereits "WG-Erfahrene" anderer Gruppen teilnehmen, um von deren Erfahrungen lernen zu können. Auch empfehlen wir die Wahl eines Angehörigensprechers, der die Treffen plant, leitet und als Ansprechperson nach „außen“ fungiert. Diese Rolle wird nicht nur während der Gründung, sondern auch später im Alltag der Wohngemeinschaft benötigt.


 

Braucht es schriftliche Vereinbarungen und Verträge?


Ganz klar ja!
Und zwar verschiedene, sowohl natürlich das Mietverhältnis als auch die Angehörigenarbeit betreffend, später auch die Pflege- und Betreuungsarbeit betreffend.

Ein Muster für eine Wohngemeinschaftsvereinbarung stellen wir Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie diese noch individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen müssen und wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität unserer Vorlagen übernehmen. Weitere Vereinbarungen können individuell angefragt werden.


Ein WG Koordinator kann helfen


Sind Ihre Mieter erst einmal eingezogen, können sich die Angehörigen nach Interessen und Möglichkeiten in die Gestaltung der Wohngemeinschaft einbringen. Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, welche unterschiedlichen Fähigkeiten dort zusammenkommen und sich gegenseitig stärken. Eine WG-Koordinationskraft kann, muss aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass konstruktiv miteinander kommuniziert, entschieden und gelebt wird. Finanziert werden kann diese Stelle durch den sogenannten „Wohngruppenzuschlag“. Ist die Koordinationskraft beim Pflege-/Betreuungsdienst angestellt, muss darauf geachtet werden, dass ihr dennoch eine objektive "Vermittlerrolle" möglich ist. Alternativ können WG-Koordinatoren beim Vermieter oder der Angehörigengruppe selbst angestellt werden. Bei letztgenannter Konstruktion ist zu bedenken, dass die Angehörigengruppe die Rolle eines Arbeitgebers übernehmen muss - mit allen Pflichten und Aufgaben, die dies mit sich bringt. Bei Fragen hierzu empfiehlt es sich, mit bereits bestehenden Demenz-WGs Kontakt aufzunehmen.


 
 

Geteilte Verantwortung - das Verantwortungsdreieck

Das Element der Selbstverwaltung besteht darin, dass es keinen offiziellen Einrichtungsträger gibt, sondern vielmehr ein "Verantwortungsdreieck" zwischen Angehörigen, Pflege- und Betreuungsdienst(en) und selbstverständlich auch dem Vermieter besteht.

Dabei ist gerade die aktive Einbindung der Angehörigen ein entscheidender Punkt; sie legen gemeinsam die konzeptuelle Ausrichtung der WG fest, entscheiden mit dem Vermieter, wer neu in die WG einzieht, wie die Hauswirtschaft organisiert wird und, ganz wichtig, wer Pflege und Betreuungsleistungen bereitstellen darf und wie diese strukturiert werden sollen.

 

 

Vertiefende Informationen


 

Wohngruppenzuschlag

Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen haben Anspruch auf einen Wohngruppenzuschlag in Höhe von 214 € pro Monat, wenn der Pflegebedürftige die ambulante Pflegesachleistung, das Pflegegeld, die Kombinationsleistung, Angebote zur Unterstützung im Alltag oder den Entlastungsbetrag in Anspruch nimmt. Die genauen Voraussetzungen hierfür sind geregelt im § 38a Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI).

Aus dieser Pauschale sollen zusätzliche Aufwendungen finanziert werden können, die sich durch die gemeinschaftliche Beauftragung einer Person für allgemeine, organisatorische, verwaltende, betreuende oder hauswirtschaftliche Unterstützung ergeben.

Weitere Informationen zu finanziellen Förderungen durch die Pflegekassen

Bitte beachten Sie, dass Sie diese Vorlage noch individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen müssen und wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen.
 
 
 

Das Kapitel zum Download und optionalen Ausdrucken:

 

Eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung gehört dazu...

...daher sind die Unterstützer an Ihrer Seite mindestens ebenso wertvoll, wie ein systematisches Projektmanagement.

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Lesen Sie im nächsten Kapitel, mit welchen Kosten Sie kalkulieren sollten.

 
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